Mopani (Mopane) Wurzel

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  • Die Mopani Wurzel ist neben der Moorkienwurzel eine sehr beliebte Wurzel und wird häufig in Aquarien, aber auch in der Terraristik verwendet.
    Ganz unumstritten ist diese recht harte Wurzel in der Aquaristik wohl nicht und führt deshalb zu verschiedenen Meinungen.
    Art: Mopani (Mopane) Wurzel

    Wissenschaftlicher Name: (Colophospermum mopane)

    Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)

    Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

    Gattung: Colophospermum

    Herkunft:
    Die Bäume, von denen die Mopani Wurzeln stammen, kommen auf kalkhaltigen Böden in heißen und trockenen Gebieten in Südafrika, Simbabwe, Mosambik und Botswana, nahe dem Fluss Limpopo, bis zu einer Höhenlage von 1.500 m vor.


    Aquarieneignung:
    Wegen ihrer Robustheit wird die Mopani Wurzel gerne im Aquarium verwendet.
    Bei Garnelenhaltung ist die Verwendung der Mopani Wurzel im Becken jedoch umstritten und führt zu verschiedenen Meinungen.


    Empfohlene Beckenhöhe:
    Da die Wurzel auch in der Terraristik verwendet werden kann, spielt die Höhe des Aquariums keine Rolle.


    Aussehen und Verwendung:
    Mopani Wurzeln sind mit ihren zweifarbigen Brauntönen und ihres hübschen Reliefs sehr dekorativ und werden somit oft im Aquarium verwendet.
    Die Wurzeln, die für die Aquaristik angeboten werden, sind sandgestrahlt und variieren stark in Form und Größe.
    Zudem sind diese Wurzelstücke recht schwer, sehr hart und somit sehr langlebig. Eine Bepflanzung der Wurzeln ist ebenfalls möglich, somit werden sie zu einem optischen Highlight in jedem Aquarium.
    Die Wurzeln bieten Fischen und anderen Aquariumbewohnern Möglichkeiten sich zu verstecken und Reviere abzugrenzen.


    Temperatur:
    Mopani Wurzeln stellen keine besonderen Ansprüche an die Wassertemperatur und können somit auch im Kaltwasseraquarium verwendet werden.


    ph-Wert:
    Durch die Abgabe von Gerbstoffen und Huminsäuren, kann sich das Aquarienwasser bräunlich färben und somit den ph-Wert verändern, was in einigen Aquarien durchaus erwünscht ist.
    Unter diesen Einflüssen sollte der ph-Wert stets im Auge behalten werden.


    Besonderes:
    Die Meinungen der Aquarianer gehen bei der Verwendung von Mopani Wurzeln zum Teil sehr weit auseinander.
    Oft wird berichtet, dass Mopani Wurzeln, möglich durch das Sandstrahlen, giftige Schwermetalle absondern.
    Besonders Aquarianer, die Garnelen halten, berichten manchmal über ein Sterben der Garnelen, wenn sie eine Mopani Wurzel im Becken haben.
    Wenn man eine neu im Handel gekaufte Mopani Wurzel sofort in das Aquarium setzt, kann es sein, dass sich das Aquariumwasser bräunlich trübt.
    Die Intensität der Trübung hängt auch mit der vorherrschenden Wassertemperatur zusammen.
    Bei einer höheren Wassertemperatur kann man von einer stärkeren Trübung ausgehen.
    Um eine mögliche Trübung vorzubeugen, ist es ratsam, einige Zeit lang, die Wurzel zu wässern, oder bei sehr starken Trübungen, die Wurzel auszukochen.


    Erfahrungen von Forum-Mitgliedern:
    Sewellia
    Ich habe mir vor einigen Jahren 2 Mopani-Wurzeln bei ZOO & CO gekauft. Zu Hause habe ich sie dann 2 Tage lang gewässert, aber nicht ausgekocht.
    Vor dem Einsetzen ins Aquarium, habe ich die Wurzeln noch einmal gründlich abgespült. Sie blieben dann auch auf dem Beckengrund liegen.
    Das Wasser hat sich nach dem Einsetzen der Wurzeln kaum verfärbt.
    Die Wurzeln sind sehr fest und langlebig und werden von den Fischen gerne als Versteckmöglichkeit genutzt.
    Meine Flossensauger suchen die Wurzeln gerne nach Aufwuchs ab und die Dornaugen nutzen diese gerne als Rückzugsmöglichkeit.
    Negative Erfahrungen habe ich mit den Mopani Wurzeln bisher nicht gemacht.
    Da ich keine Garnelen halte, weiß ich nicht, wie sie auf die Mopani Wurzeln reagieren.
    ingo 66
    ich "schleppe"seit ca.15 !!!!!Jahren zwei groessere Stuecke Mopani durch meine Becken.Hatte von Anfang an keinerlei Probleme damit.Das Zeug ist steinhart,geht selbst im trockenen Zustand sofort unter und die Zersetzungrate ist immernoch gleich null.Zudem siehts auch noch gut aus.
    Heiko
    Ja ich nutze die auch gern.
    Als Synonym hat sich, glaube ich, auch Steinholz eingebürgert.
    Ich denk bei Garnele ist das grundsätzlich eine Frage mit den Holzarten. Kleine Becken, schnelle Anreicherung von toxischen Konzentrationen.
    Die Frage ist ja, wo diese Wurzeln immer genau her sind und mit was sie alles so angereichert sind. Wenn ich da als Herkunft Afrika lese und diese Wurzeln dort einem gewissen Kommerz unterliegt, dann bin ich mir nicht mehr so sicher, wie naturbelassen die Hölzer noch sind.
    Ich hab auch schon viele große Dekoartikel und sogar Möbel aus diesem Holz gesehen. Das war sicher auch entsprechend konservierend behandelt.


    Jeder kann hier gerne seine eigenen Erfahrungen mit der Mopani Wurzel mitteilen.

    Hier nun ein (Un-)Verträglichkeits-Verzeichnis:

    Diesen Wasserbewohnern bereitet die Mopani Wurzel keine Probleme: :daumen hoch:
    - Flossensauger (Gattungen Beaufortia, Sewellia)
    - Saugschmerle
    - Boesemans Regenbogenfische
    - Neons
    - Panzerwelse
    - Platys
    - Saugbarben
    - Kampffische
    - Wespenwelse
    - Dornaugen
    - Fransenlipper
    - Südamerikanische Schmetterlingsbuntbarsche
    - Barben (Gattung Puntis)
    - Goldfische
    - Zwergkrallenfrösche



    Diese Wasserbewohner nehmen Schaden bei der Verwendung der Mopani Wurzel: :cursing:
    -
    -
    -


    Benutzte Quellen:
    Text: Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Mopane , bearbeitet
    Fotos: Privataufnahmen
    Sewellia

    Allgemeines
    wissenschaftlicher Name
    Colophospermum mopane
    Ordnung
    Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
    Familie
    Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
    Gattung
    Colophospermum
    Details zur Pflanze
    Haftungsausschluss
    Auf den Text unseres Lexikons, der ausschließlich der allgemeinen Information dient, wird für die Vollständigkeit und Richtigkeit keine Haftung übernommen.

    126 mal gelesen

Kommentare 4

  • Sewellia -

    Auch wenn jemand hier im Forum negative Erfahrungen mit der Mopani Wurzel gemacht hat, kann dies hier gerne mal erwähnen.
    Ebenfalls auch die Beckenbewohner, die dadurch eventuell Schaden erlitten haben.
    Vielleicht kann sich auch der eine oder andere Garnelen-Halter hier melden und seine Erfahrungen schildern.
    Alle Erfahrungen werden hier im Lexikon-Eintrag zusammen gefasst.

  • Sewellia -

    Hallo Ingo & Heiko, danke für Eure Erfahrungsberichte, die ich im Eintrag mit eingebaut habe.
    Da Ihr beide Channas haltet, nehme ich mal an, das die Mopani diesen auch nicht schadet.
    Könntet Ihr mal einige Arten nennen, denen die Wurzel ebenfalls nicht schadet?
    Muss jetzt nicht jede einzelne Art sein, aber wenigstens einige Beispiele.
    Die würde ich dann ebenfalls im Eintrag mit aufnehmen.

  • Heiko -

    Ja ich nutze die auch gern.
    Als Synonym hat sich, glaube ich, auch Steinholz eingebürgert.
    Ich denk bei Garnele ist das grundsätzlich eine Frage mit den Holzarten. Kleine Becken, schnelle Anreicherung von toxischen Konzentrationen.
    Die Frage ist ja, wo diese Wurzeln immer genau her sind und mit was sie alles so angereichert sind. Wenn ich da als Herkunft Afrika lese und diese Wurzeln dort einem gewissen Kommerz unterliegt, dann bin ich mir nicht mehr so sicher, wie naturbelassen die Hölzer noch sind.
    Ich hab auch schon viele große Dekoartikel und sogar Möbel aus diesem Holz gesehen. Das war sicher auch entsprechend konservierend behandelt.

  • ingo 66 -

    Moin,ich "schleppe"seit ca.15 !!!!!Jahren zwei groessere Stuecke Mopani durch meine Becken.Hatte von Anfang an keinerlei Probleme damit.Das Zeug ist steinhart,geht selbst im trockenen Zustand sofort unter und die Zersetzungrate ist immernoch gleich null.Zudem siehts auch noch gut aus.

    Gruesse