Diskus, Diskusbuntbarsch / Echter Diskus

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  • Diskusbuntbarsche, Diskusfische oder Diskus (Gattung Symphysodon) werden oft als "Könige unter den Aquarienfischen" bezeichnet und schwimmen gern in kleinen Gruppen, auch wenn sie eigentlich keine echten Schwarmfische sind.
    Allgemeines
    wissenschaftlicher Name
    Symphysodon aequifasciatus / Symphysodon discus
    Ordnung
    Barschartige (Cichliformes)
    Familie
    Buntbarsche (Cichlidae)
    Gattung
    Diskusfische (Symphysodon)
    Details zum Fisch
    Vorkommen, Herkunft
    In seinem großen Verbreitungsgebiet im südamerikanischen Amazonas bewohnt der Diskus wurzelreiche und felsige Bereiche, von den Amazonas-Nebenarmen bis hin zum Amazonasdelta an der Atlantikküste Brasiliens. Einige inselartige Vorkommen südlich des Äquators, die sich in der Zeichnung und Färbung unterscheiden, haben somit zu unterschiedlichen wissenschaftlichen Beschreibungen geführt.
    Größe (Adult)
    Ein ausgewachsener Diskus kann bei optimalen Haltungsbedingungen durchaus 20 cm erreichen, wobei die in freier Natur vorkommenden Fische mit 12 - 16 etwas kleiner bleiben.
    erreichbares Alter
    bis 15 Jahre
    Futter
    Der Diskus ist ein Fleischfresser und bevorzugt Lebendfutter, kann aber auch mit hochwertigem Diskus-Trockenfutter und Diskus-Frostfutter gefüttert werden.
    Wichtig ist eine abwechslungsreiche Kost.
    Die Diskuszucht Stendker empfiehlt Stendker-GoodHeart, bei 2-3 Mahlzeiten täglich für 10 Fische (mit einer Größe von 6,5 bis 12 cm) je Mahlzeit ½ bis 1 Blister á 2,5-5g
    und bei einer Größe von 12 bis 18 cm pro Mahlzeit 1-1½ Blister á 5-7,5g.
    Beckengröße
    Das Aquarium sollte in jeder Hinsicht groß sein, vor allem weil die Fische oft eine größere Höhe als Länge aufweisen, zumindest bei einigen Zuchtformen. Für ein Diskuspaar mit Beifischen empfiehlt Diskuszucht Stendker ein Becken ab 250 Liter (100 x 50 x50cm) für eine Gruppenhaltung mit 10 ausgewachsenen Tieren ohne Beifische ein Aquarium von 300 Litern (120 x 50 x 50cm) und für 10 ausgewachsene Diskusfische, sowie Beifische und Pflanzen eine Mindestgröße von 400 Litern (160 x 50 x 50cm).
    Temperatur
    27°C - 30°C zur Zucht sogar noch einige Grad wärmer
    ph-Wert von 5,0 7,0
    Gesamthärte bis 10°
    Eine Osmoseanlage ist hilfreich, diese Wasserwerte zu erreichen.
    Haltung
    Diskusfische gelten allgemein als schwer zu halten.
    Für die Diskus-Wildfänge mag das der Fall sein, jedoch sind die Zuchtformen robuster und somit einfacher zu halten.
    In einer kleinen Gruppe bildet sich gerne ein dominantes Tier heraus, welches alle anderen Fische attackiert.
    Deshalb empfiehlt sich, die Bestandsdichte zu erhöhen, damit die Aggressionen in der Gruppe nachlassen.
    Ab einer Gruppenstärke von etwa 10 Tieren verhalten sich die Diskusfische friedlich.

    Die Einrichtung:
    Der Bodengrund sollte weich sein und bestenfalls aus Sand bestehen.
    Das Becken sollte von oben in das Wasser ragende Wurzeln und auch eine lockere Bepflanzung mit großblättrigen Pflanzen enthalten. Diskusfische reagieren empfindlich auf Veränderungen der Wasserqualität, weshalb eine starke Filterung notwendig ist, ebenso reichlich Schwimmraum.
    Für die Dekoration dürfen nur kalkfreie Gesteine verwendet werden.

    Vergesellschaftung:
    Diskusfische lassen sich problemlos mit friedlichen und ruhigen Fischen, wie Panzerwelse (z.B. Corydoras sterbai) und Rote Neons, vergesellschaften.
    Auf Skalare im selben Becken sollte besser verzichtet werden.

    Besonderes
    Zurzeit geht man von drei bis fünf Arten aus:
    - Symphysodon discus Heckel 1840
    - Symphysodon aequifasciatus Pellegrin 1904
    - Symphysodon tarzoo Lyons, 1959
    - Symphysodon haraldi Schultz 1960
    - Symphysodon sp.
    Zucht
    Im Alter zwischen 7 und 12 Monaten werden Diskusfische geschlechtsreif.
    Ein Paar bildet sich aus einer mehr, oder weniger großen Gruppe heraus.
    Das Weibchen ist während der Balz deutlich an der hervortretenden Legeröhre zu erkennen.
    Die Eier werden an einen zuvor gereinigten Stein, ein Blatt oder ein Stück Holz geheftet.
    Es empfiehlt sich hierzu auch ein sogenannter Laichkegel.
    Nach dem bis zu 300 Eier gelegt wurden, schlüpfen die Larven nach etwa 2 bis 3 Tagen.
    Der Schlupfvorgang wird von beiden Eltern unterstützt.
    Die Elterntiere bewachen ihre Eier sowie die Jungfische und sondern ein Sekret ab, von dem sich die Jungtiere einige Tage lang ernähren.
    Die Larven besitzen ebenfalls ein Haftorgan und werden von den Eltern, bis sie etwa nach 4 Tagen freischwimmen können, mehrmals umgebettet.
    Nach dem Freischwimmen beginnen sie sofort mit der Nahrungsaufnahme und können mit frisch geschlüpften Artemia-Nauplien gefüttert werden.

    Haftungsausschluss
    Auf den Text unseres Lexikons, der ausschließlich der allgemeinen Information dient, wird für die Vollständigkeit und Richtigkeit keine Haftung übernommen.

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