Rückenstrichgarnele

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  • Die Rückenstrichgarnele (Neocaridina davidi, Syn.: Neocaridina heteropoda), auch Algengarnele, Invasionsgarnele oder Guppygarnele genannt, ist eine ursprünglich aus Ostchina stammende Süßwassergarnele (Atyidae) aus der Gattung Neocaridina.
    Quellenangaben:
    Text: Wikipedia, de.m.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCckenstrichgarnele bearbeitet
    Fotos: zur Verfügung gestellt von Lilimaus
    Allgemeines
    wissenschaftlicher Name
    Neocaridina davidi
    Ordnung
    Zehnfußkrebse (Decapoda)
    Familie
    Süßwassergarnelen (Atyidae)
    Gattung
    Neocaridina
    Details zum Wirbellosen
    Vorkommen, Herkunft
    Über ihren ursprünglichen Lebensraum in Seen sowie kleinen und mittleren Fließgewässern Ostchinas hinaus, kommt die Rückenstrichgarnele inzwischen auch in anderen Teilen Chinas, in Japan, Taiwan und Hawaii vor. Innerhalb Chinas wurde die Art mit Besatzfischen aus dem Tai-See in andere Binnengewässer verbracht, in Hawaii konnte sie sich durch die Freisetzung von ursprünglich als Zierfischfutter angebotenen Exemplaren verbreiten. In Taiwan werden die Tiere ebenfalls als Fischfutter vermehrt. Da sich die Rückenstrichgarnele robust gegenüber niedrigen Wassertemperaturen zeigt, besteht die Gefahr der Auswilderung durch ehemalige Halter auch in Europa.
    Größe (Adult)
    Männchen bis ca. 2 cm, Weibchen 2,5 cm, in Ausnahmefällen bis 3 cm
    erreichbares Alter
    ca. 2 Jahre
    Futter
    Allesfresser: Alle Sorten Garnelenfutter, gerne auch Mineralfutter, Frostfutter und gefriergetrocknetes Futter wie Artemia, Mückenlarven, Cyclops, Wasserflöhe, Herbstlaub, geschältes und überbrühtes Gemüse, Grünfutter wie Brennnessel, Löwenzahn, Aufwuchs und andere Biofilme

    Jungtiere ernähren sich in der Anfangszeit überwiegend von Aufwuchs und Fressbarem aus dem Mulm. Auch Staubfutter wird von den jungen Garnelen gerne angenommen.

    Eine Fütterung mit Fischfutter bekommt den Garnelen auf Dauer nicht!
    Beckengröße
    bei einer Gruppe von etwa 10 Tieren reicht ein Nano-Becken (ab 20l), ab 50 cm Kantenlänge dürfen es auch gerne deutlich mehr sein
    Temperatur
    Temperatur: von 15° bis 30°C (optimal sind: 16-28 °C) Ph-Wert: von 6,5 bis 8,5 Wasserhärte: von 5° bis 25° dGh
    Haltung
    Gruppenhaltung von mindestens 5 Tieren

    Ihre Haltung und Vermehrung in Gefangenschaft ist recht unkompliziert und sie hat, zusammen mit einer unter dem Namen „Red Cherry Garnele“ oder „Red Fire Garnele“ gehandelten roten Farbform, in Europa weite Verbreitung in der Aquaristik gefunden. Da im Handel mehrere Vertreter der Gattungen Neocaridina und Caridina unter der Bezeichnung Rückenstrichgarnele angeboten werden, ist ein Rückschluss auf deren tatsächliche Artzugehörigkeit häufig nicht ohne Weiteres möglich.

    Neocaridina davidi lässt sich gut in einem Gesellschaftsbecken mit friedlichen, nicht zu großen Fischen halten, allerdings brauchen sie wie alle Zwerggarnelen im Gesellschaftsaquarium genügend Rückzugsmöglichkeiten in Form von Moosen, feinfiedrigen Pflanzen und braunem Herbstlaub.
    Eine Vergesellschaftung mit anderen Garnelenarten, die ähnliche Haltungsansprüche haben, ist unproblematisch.
    In der Regel ist auch eine Haltung zusammen mit Schnecken und Muscheln möglich, lediglich von einer Vergesellschaftung mit Raubschnecken (Clea helena) sollte abgesehen werden, da sich diese an die Garnelen vergreifen können.

    Als Bodengrund eignet sich Sand oder Aquarienkies. Auf dunklem Untergrund zeigen die Garnelen ihre schönste Färbung.
    Es können alle Arten von Pflanzen eingesetzt werden, am Besten eignen sich jedoch feinfiedrige Pflanzen und Moose.
    Zwerggarnelen lassen Pflanzen grundsätzlich in Ruhe. Zur Filterung eignet sich ideal ein Garnelenfilter
    Besonderes
    Die Färbung der Rückenstrichgarnele ist äußerst variabel und reicht von schwarz, braun, rot, dunkelgrün und hellem Weiß bis hin zur Transparenz.
    Die Proteine der transparenten Exemplare werden durch den Tod intransparent weiß. Erscheint eine zuvor transparente Garnele leicht milchig, stirbt sie wenig später.
    Eine Zeichnung ist möglich, aber nicht obligatorisch.
    Ein dorsaler Längsstrich über dem Abdomen der weiblichen Tiere, wie er hier namensgebend war, ist auch bei vielen anderen Süßwassergarnelen zu finden und stellt kein hinreichendes Artmerkmal dar.

    Alle in der Aquaristik gängigen Arten und Farbvarianten der Gattung Neocaridina kreuzen und vermischen sich miteinander.
    Oft resultiert dies dann in mehr oder weniger farblosen Tieren, die der Wildform stark ähnlich sehen, hin und wieder ergeben sich jedoch auch interessante neue Farbformen.

    Vor allem in der Aquaristik haben sich die rote (Neocaridina davidi var. red) und eine gelbe Farbform (Neocaridina davidi var. yellow) herausgebildet, die umgangssprachlich als Red Fire oder Yellow Fire bezeichnet werden.
    Letztere sind im Handel auch oft schlicht unter dem Namen Gelbe Garnele zu finden.
    Tiere mit besonders geschlossener, möglichst auch die Extremitäten umfassender Färbung werden als Sakura (rot) oder Neon (gelb) bezeichnet.
    Das Wort "Sakura" stammt aus dem Japanischen und bedeutet "Kirschblüte" (jap. 桜).

    In jüngerer Zeit findet sich im Handel auch eine orangefarbene Zuchtform unter dem Namen Orange Sakura. Darüber hinaus gibt es Diskussionen über eine Black Sakura, also eine schwarze Zuchtform, von der aber nicht eindeutig ist, ob es sich um einen erbfesten Farbschlag handelt. Weiter werden "Rili Red", "Orange Rili", "Carbon Rili" oder "Rili Blue" - Garnelen angeboten, bei denen es sich ebenfalls um Zuchtformen der Neocaridina davidi handelt: Hier ist die eigentliche Farbgebung der Garnele durch einen blass-weißen Mittelteil unterbrochen. Aus "Rili Blue" wurde eine rein bläuliche Form ausgelesen ("Blue Jelly" bzw. "Full Blue Rili").
    Zucht
    Alle Neocaridina davidi lassen sich leicht nachzüchten, die Junggarnelen sind anfangs meist unauffällig und werden vom Aquarianer leicht übersehen.
    Etwa einmal pro Monat gibt ein Weibchen etwa 20-40 fertig entwickelte, nahezu transparente Junggarnelen frei.
    In einem dichten Teppich aus Algen, in Moospolstern, einem Bodendecker wie beispielsweise Perlkraut oder auch an feinfiedrigen Wasserpflanzen können die kleinen Garnelen problemlos aufwachsen.
    Unter normalen Bedingungen stellen die Alttiere ihrem Nachwuchs nicht nach.
    Für die Nachzucht empfiehlt sich die Verwendung eines luftbetriebenen Schwammfilters, eines Boden- oder Mattenfilters.
    Haftungsausschluss
    Auf den Text unseres Lexikons, der ausschließlich der allgemeinen Information dient, wird für die Vollständigkeit und Richtigkeit keine Haftung übernommen.
    Bilder
    • Neocaridina davidi 001.jpg

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