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10. -13.05.2018 - 48. Internationale Leistungsschau der DKG 2018 in Hohenkammer

Große Teichmuschel (Kaltwasser)

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  • Die Große Teichmuschel oder Weiher-Muschel oder Schwanenmuschel (Anodonta cygnea) gehört zur Familie der Fluss- und Teichmuscheln.
    Sie kommt in Nord- und Mitteleuropa im Schlammboden von stehenden, sauberen Süßgewässern vor.
    Durch zunehmende Gewässerverschmutzung ist sie stark gefährdet und steht deswegen, wie auch alle andere Arten der Ordnung Unionida, unter Naturschutz, allerdings ist sie im Handel frei käuflich.
    Quellenangaben:
    Text: Wikipedia, de.m.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Teichmuschel bearbeitet
    Foto: Privataufnahme Sewellia


    Große Teichmuschel
    Allgemeines
    wissenschaftlicher Name
    Anodonta cygnea
    Ordnung
    Süßwassermuscheln (Unionida)
    Familie
    Fluss- und Teichmuscheln (Unionidae)
    Gattung
    Teichmuscheln (Anodonta)
    Details zum Wirbellosen
    Vorkommen, Herkunft
    Die Große Teichmuschel kommt in Nord- und Mitteleuropa im Schlammboden von stehenden, sauberen Süßgewässern vor.
    Größe (Adult)
    bis 20 cm
    Futter
    Die Nahrung besteht aus Detritus und Plankton, wie zum Beispiel kleine Algen und andere Kleinstlebewesen. Als Filtrierer reinigt sie so das Wasser und stellt einen wichtigen Faktor im Ökosystem der Teiche und Seen dar.
    Beckengröße
    ab 80 cm Beckenlänge
    Temperatur
    bei 4 - 28°C
    Haltung
    Die Süßwassermuscheln sind friedliche Teichbewohner, die eigentlich nicht viel mehr machen, als auf dem Boden zu liegen, sich einzugraben und zu filtrieren.
    Daher sind Teichmuscheln sehr beliebte zusätzliche Biofilter.
    Diese Muschel ist besonders für die Teichhaltung zu empfehlen, kann aber auch in großen Kaltwasseraquarien gehalten werden.
    Eine große Teichmuschel klärt fast 40 l Wasser pro Stunde! Schwebealgen, Mikroorganismen und sogar die Schwärmerstadien vieler Fischkrankheiten werden von diesem echten 'Biofilter' entfernt. Besonders interessant ist die Pflege von Teichmuscheln zusammen mit Bitterlingen, die die gut geschützte Muschel als Laichplatz nutzen.
    Der Bitterling legt seine Eier in den Kiemenraum der Großen Teichmuschel ab, wo sie geschützt ihre Embryonalentwicklung durchmachen und nach etwa vier Wochen die Muschel verlassen.
    Weitere Wirte für die Bitterlinge sind andere Arten der Teichmuscheln und der Gattung Unio (Flussmuscheln).
    Durch die Wasserverschmutzung sind jedoch die Muscheln aus vielen Gewässern verschwunden und damit auch die Bitterlinge selten geworden.

    Die Vergesellschaftung ist mit den meisten Fischen, Garnelen, Schnecken und Muscheln kein Problem. Große Krebse können die Muschel vielleicht öffnen und fressen.
    Besonderes
    Die Schale ist breit bis eiförmig, dünnrandig, gelblich bis dunkelbraun.
    Auf der Schale befinden sich konzentrisch verlaufende Streifen, welche parallel zu den Wachstumsstreifen verlaufen. Die Innenseite ist perlmuttartig glänzend.
    Das Muschelschloss ist ohne Zähne (daher ihr wissenschaftlicher Name 'Anodonta' = die Unbezahnte).
    Es wurden schon Exemplare mit einer Größe von 26 cm gefunden.

    Als Bodentier verankert sie sich mit ihrem Fuß im weichen oder sandigen Boden. Mithilfe des Fußes kann sie sich auch langsam fortbewegen. Sie wühlt den Bodengrund auf und saugt den hochgewirbelten Bodensatz ein, um Nahrung auszufiltrieren.

    Wenn die Muschel die Schale nicht öffnet, ist sie nicht tot. Wenn sich die Muschel öffnet, dann nur wenige Millimeter, und streckt meist ihren weißen Fuß heraus.
    Tote Muscheln sind vollständig geöffnet.

    Die Große Teichmuschel besitzt folgende Organe:
    - Den Fuß, der zur Fortbewegung und zur Verankerung im Boden dient.
    - Die Gonade, das Geschlechtsorgan, das die Spermien bzw. Eizellen produziert.
    - Die Kiemen dienen der Filtration von Sauerstoff und Nahrung, als Brutplatz für Glochidien und Fischembryos sowie zur Aufbereitung von sauerstoffarmem Blut.
    - Die Schale trägt zum Schutz bei und ist das Außenskelett (Exoskelett).
    - Der einführende Siphon nimmt Wasser von außen auf.
    - Der ausführende Siphon entlässt das gefilterte Wasser nach außen sowie Abfallstoffe.
    - Der hintere-/vordere Schließmuskel sind Muskeln, die zum Öffnen der Schalen dienen.
    - Die Niere filtert Giftstoffe aus.
    - Das Herz pumpt das sauerstoffreiche Blut zu den Organen.
    - Der Herzbeutel produziert eine Flüssigkeit, die starke Reibung des Herzens verhindern soll und schützt es gleichzeitig.
    - Der Darm entnimmt der verdauten Nahrung die Nährstoffe und leitet den Rest zum ausführenden Siphon.
    - Die Verdauungsdrüse produziert Verdauungssäfte, die der Verdauung im Magen helfen.
    - Das Nervensystem organisiert die Fortbewegung und bei Gefahr sorgt es dafür, dass der Fuß und die Siphone schnell eingezogen, die Atmung abgestellt wird und die
    Schließmuskeln die Schalen schnell schließen
    - Die Mundöffnung nimmt die von den Kiemen ausgefilterte Nahrung auf und leitet sie in den Magen weiter.
    - Der Magen verdaut aufgenommene Nahrung mit den Verdauungssäften aus der Verdauungsdrüse zu einer Art Brei.
    - Der Mantel umschließt alle Organe und schützt die zugleich.
    Zucht
    Die Großen Teichmuscheln sind Zwitter.
    Sie produzieren bis zu 600.000 Eier, welche in den Kiemen befruchtet werden. Die Brutpflege findet dann in den Spalträumen zwischen den Kiemen statt.
    Die große Teichmuschel ist ein Langzeitbrüter. Bei der Großen Teichmuschel (wie auch bei allen anderen Arten der Teichmuscheln) überwintern die Larven im Gegensatz zu den Flussmuscheln in den Kiemen und werden erst im zeitigen Frühjahr ausgestoßen.
    Die Larven besitzen bereits eine kleine zweiklappige Schale und leben in den Kiemen von Fischen (parasitäres Stadium).
    Diese Larvalentwicklung als Parasitenform wird als Glochidium bezeichnet.
    Glochidien kommen nur bei den Flussmuscheln und Flussperlmuscheln vor und stellen somit eine besondere Entwicklungsart innerhalb der Muscheln dar.
    Bei den marinen Muscheln hingegen kommen stets Veliger-Larven vor.

    Nachdem sie von der Muschel ins Wasser abgegeben wurden, leben die Larven parasitisch in Haut und Kiemen von Süßwasserfischen.
    An diesen halten sie sich mittels eines 15 mm langen Haltfadens und einem kräftigen Haken fest.
    Beim Ausstoßen aus dem Kiemenraum bilden sie schleimige Klumpen, welche leicht an vorbeischwimmenden Fischen haften bleiben.
    Sobald dies geschehen ist trennen sich die Larven voneinander und beginnen den Wirt zu besiedeln. Während dieses parasitischen Stadiums ernähren sich die Glochidien von dem Gewebe des Wirtes, ohne großen Schaden anzurichten.
    Nach der Metamorphose werden die ehemaligen Larven, die sich nun zu kleinen Muschelformen entwickelt haben, vom Wirt abgestoßen oder lösen sich selber.
    Zu den Wirten zählen unter anderem Karpfen, bevorzugt wird aber der Bitterling.
    Die große Teichmuschel und der Bitterling leben in einer Symbiose: Während die Muschel die Fischembryos des Bitterlings aufnimmt, nisten sich die Glochidien bei dem Bitterling ein. Alle Glochidien, die keinen Wirt finden, verenden.
    Haftungsausschluss
    Auf den Text unseres Lexikons, der ausschließlich der allgemeinen Information dient, wird für die Vollständigkeit und Richtigkeit keine Haftung übernommen.

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