Siamesischer Kampffisch

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  • Der Siamesische Kampffisch (Betta splendens) ist ein in Thailand und Kambodscha beheimateter Labyrinthfisch.
    Das erste Auftauchen dieser Fischart wird auf 1892 in Japan datiert. Sie wurde aber bereits viele Jahre zuvor von Einheimischen, vor allem wegen der Aggressivität der Männchen untereinander, für Schau- und Wettkämpfe gezüchtet. Bei diesen starb das unterlegende Männchen zumeist an seinen Verletzungen oder an Erschöpfung.
    Kampffische galten bei den Einheimischen als Statussymbol, und sowohl einfache Bauern als auch Adelige besaßen eigene Stämme.
    Quellenangaben:
    Text: Wikipedia, fischlexikon.eu/fischlexikon/f…&tmp_lastfisch=0000001535 bearbeitet
    Foto: Privataufnahme Sewellia


    Kampffisch Weibchen
    Allgemeines
    wissenschaftlicher Name
    Betta splendens
    Ordnung
    Kletterfischartige ( Anabantiformes)
    Familie
    Osphronemidae
    Gattung
    Kampffische (Betta)
    Details zum Fisch
    Vorkommen, Herkunft
    Der Siamesische Kampffisch (Betta splendens) ist in Thailand und Kambodscha beheimatet. Dort lebt er in ruhigen und krautigen Gewässern.
    Größe (Adult)
    maximal 6-7 cm
    erreichbares Alter
    bis 3 Jahre
    Futter
    Der Siamesische Kampffisch (Betta splendens) kann mit Mückenlarven (roten, weißen, schwarzen), Artemien, Tubifex, Bachflohkrebsen und Enchyträen gefüttert werden.
    Neben kleinem Lebend- und Frostfutter wird zumeist auch Trockenfutter akzeptiert.
    Beckengröße
    dauerhafte Haltung ab 60 cm Beckenlänge
    Temperatur
    Temperatur: 24°C - 30°C PH-Wert: 6,0 - 8,0 dGH-Wert: 0 - 20°
    Haltung
    Kampffische, die zu den farbenprächtigsten Labyrinthfischen zählen, sind nicht ausschließlich auf Kiemenatmung angewiesen, sondern können auch über das Labyrinthorgan atmosphärischen Sauerstoff atmen.
    Bei Bedarf nehmen sie mit Hilfe ihres oberständigen Mauls Luft an der Wasseroberfläche auf und sind dadurch in der Lage in sauerstoffarmen Wasser zu überleben.
    Die Männchen dieser Kampffische können im Aquarium nicht zusammengehalten werden und sollten spätestens beim Erreichen der Geschlechtsreife voneinander getrennt werden.
    Sie sind außerordentlich aggressiv gegen Männchen der eigenen Art. Die Rivalen gehen im Aquarium aufeinander los, bekämpfen sich und zerfetzen sich gegenseitig die Flossen, bis einer stirbt.
    Gegenüber anderen Fischen sind die Kampffische nicht so angriffslustig, jedoch kann es vorkommen, dass sie andere langflossige Fischarten (z.B. Guppys mit Schleierflossen) angreifen, da sie in diesen Konkurrenten der eigenen Art erkennen.
    Für eine gemeinsame Haltung nicht zu empfehlen sind außerdem andere Arten der Kampffischgattung Betta, aggressive oder allzu hektische Fische.
    Gut geeignet sind Labyrinthfische über die Gattung Betta hinaus, etwa der Blaue Gurami (Trichopodus trichopterus).
    Aber am meisten dankt der Siamesische Kampffisch ein ausreichend großes Artaquarium.
    Solche kleinen bis mittelgroßen Becken sollten unbedingt dicht bepflanzt sein, um den Weibchen Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.
    Besonderes
    Der wilde Kampffisch ist meist rot-braun mit grünglänzenen Schuppenreihen und besitzt fahnenartig vergrößerte After- und Rückenflossen, sowie schmale lange Bauchflossen. Das Weibchen ist gelb-braun. Gezüchtete Formen gibt es in nahezu jeglicher Farbkombination, von rot über blau, von weiß bis schwarz und unterschiedlichster Flossenform.

    Wegen ihrer leuchtenden Farben werden Kampffische häufig als Zierfische in Aquarien gehalten.
    Mit Hilfe ihres oberständigen Mauls (nach oben geöffnet) können die Fische an der Wasseroberfläche Luft aufnehmen.
    Aus diesem Grund darf die Luft über Aquarien nicht viel kälter als das Wasser sein, da sich die Fische sonst verkühlen und krank werden können.
    Sie stellen an die Wasserqualität wenige Ansprüche und kommen auch mit recht beengten Platzverhältnissen zurecht.
    Dies sollte den Pfleger allerdings nicht davon abhalten, für sauberes Wasser zu sorgen oder ein geeignetes Behältnis zu wählen.
    Die Männchen – oft auch die Weibchen – sind außerordentlich aggressiv gegen gleichgeschlechtliche Artgenossen.
    Sie gehen augenblicklich aufeinander los und bekämpfen sich im Aquarium bis zum Tod eines der Tiere, da dort in der Regel keine ausreichenden Fluchtmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
    Sie bedrohen sogar ihr eigenes Spiegelbild und greifen es an. Deshalb ist die Einzelhaltung der Paar- oder Haremshaltung vorzuziehen.

    Die Bewertung von Betta splendens-Hochzuchten findet heute überwiegend nach den vom IBC (International Betta Congress) aufgestellten Standards statt, bei denen die Kriterien Größe, Symmetrie, Proportion und Gestalt für den Körperbau zu 1/3 und für die Flossen zu 2/3 in die Bewertung eingehen.
    Solche Standards gibt es jeweils für die Zuchtformen Halfmoon, Crowntail, Veiltail, Doubletail, Plakat (traditionell), Show Plakat (ehemals Halfmoonplakat, Name wurde geändert), Shortfin Halfmoon, Doubletail Shortfin Typ A/B. Andere Formen werden in der Klasse „E1. Color or Form Variations“ (z. B. Doubletail-Crowntail, Veiltail, Crowntail-Plakat) bewertet.

    Weitere Kampffisch-Arten sind:
    - Friedlicher Kampffisch (Betta imbellis)
    - Smaragd-Kampffisch (Betta smaragdina)
    - Roter Laubkampffisch (Betta channoides)
    - Maulbrütender Kampffisch (Betta fusca) - der mit bis zu 16 cm zu den größten Kampffisch-Arten zählt

    Zucht
    Die Paarungsbereitschaft des Siamesischen Kampffisches (Betta splendens) erkennt man, wenn der Milchner ein Schaumnest baut.
    Dieses verankert er an an Pflanzen an der Wasseroberfläche.
    Beim Rogner (Weibchen) zeigt sich die Paarungsbereitschaft durch senkrecht verlaufende Laichstreifen, welche hell hervorstechen.
    Der Milchner lockt den Rogner beim sog. "Führungsschwimmen" unter das Schaumnest, wo es zunächst zu mehreren Scheinpaarungen kommt, bei denen die Partner sich sexuell synchronisieren.
    Dies ermöglicht beiden später eine gleichzeitige Abgabe von Sperma und Eiern. Am Schluss erfolgt dann die "echte" Paarung.
    Hierbei umschlingt der Milchner den auf den Rücken gedrehten Rogner. Mit zitternden Körperbewegungen werden Eier (50-300) und Spermien abgegeben.
    Hierbei befinden sich beide Partner in der Laichstarre.
    Da die Eier schwerer als Wasser sind, fallen sie dem Rogner auf den Bauch und die Afterflosse sowie zum Grund des Gewässers.
    Der Milchner löst sich kurz vor dem Rogner aus der Laichstarre und sammelt mit seinem Mund das Gelege ein, um es sofort danach in das Schaumnest zu spucken.
    Nach der Paarung wird der Rogner vom Milchner aus dem Nestbereich vertrieben. und der Milcher übernimmt die Brutpflege.

    Ungefähr 10 Tage nach dem Schlupf stellen sich die Jungfische von Kiemenatmung auf Labyrinthatmung um.
    Wenn der Wasserstand im Becken zu hoch ist, sterben in dieser Zeit viele Jungfische, da sie zur Sauerstoffaufnahme ständig an die Wasseroberfläche müssen.
    Haftungsausschluss
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