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10. -13.05.2018 - 48. Internationale Leistungsschau der DKG 2018 in Hohenkammer

Geflecktes Dornauge

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  • Das Gefleckte Dornauge (Pangio kuhlii), auch "Halbgebändertes Dornauge" oder "Teufelskopfschmerle" genannt, auf Englisch "Coolie loach", ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Steinbeißer (Cobitidae) und der Gattung Dornaugen (Pangio). Die Tiere sind beliebte Süßwasserzierfische. Die Art wurde nach dem deutschen Zoologen Heinrich Kuhl (1797–1821) benannt.

    Unterarten von Pangio kuhlii:
    - Pangio kuhlii kuhlii
    - Pangio kuhlii myersi
    - (Pangio kuhlii sumatranus) Sumatra-Dornauge
    - Pangio
    - Pangio kuhlii malayanus
    Zuchtformen:
    - Albino
    - Schwarzes Dornauge
    Die bekanntesten Dornaugen sind:
    • Aal-Dornauge (Pangio anguillaris) – (Vaillant, 1902)
    • Geflecktes Dornauge (Pangio kuhlii) – (Valenciennes in Cuvier & Valenciennes, 1846)
    • Muränen-Dornauge (Pangio muraeniformis) – (de Beaufort, 1933)
    • Pangio myersi – (Harry, 1949)
    • Javadornauge (Pangio oblonga) – (Valenciennes in Cuvier & Valenciennes, 1846)
    • Zimtfarbenes Dornauge (Pangio pangia) – (Hamilton, 1822)
    • Halbgebändertes Dornauge (Pangio semicincta) – (Fraser-Brunner, 1940)
    • Borneodornauge (Pangio shelfordii) – (Popta, 1903)
    Quellenangabe:
    Text: Wikipedia, fischlexikon.eu/fischlexikon/f…&tmp_lastfisch=0000000116 , bearbeitet
    Bilder: Privataufnahmen Sewellia


    Allgemeines
    wissenschaftlicher Name
    Pangio kuhlii
    Ordnung
    Karpfenartige (Cypriniformes)
    Familie
    Steinbeißer (Cobitidae)
    Gattung
    Dornaugen (Pangio)
    Details zum Fisch
    Vorkommen, Herkunft
    Pangio kuhlii ist in Südostasien, im Süden der Malaiischen Halbinsel, auf Sumatra, Java, Kalimantan und Java beheimatet. Außerdem soll es eine Population in Vietnam geben. Sein Habitat sind pflanzenreiche Bäche. Das Gefleckte Dornauge ist ein dämmerungsaktiver Fisch.
    Größe (Adult)
    Je nach Unterart bis maximal 12 cm
    erreichbares Alter
    Das Gefleckte Dornauge (Pangio kuhlii) kann maximal 16-17 Jahre alt werden.
    Futter
    Allesfresser, benötigt abwechslungsreiche Kost wie kleineres Lebendfutter (z.B. Rote Mückenlarven, Tubifex), Frostfutter, Flockenfutter

    Das Gefleckte Dornauge ernährt sich in freier Natur hauptsächlich von Makrozoobenthos (z.B. Insektenlarven, Fadenwürmern), jedoch auch von Algen.
    Die Nahrung wird meist wird aus dem Bodengrund ausgegraben.
    Beckengröße
    Verschiedene Internetseiten geben eine Kantenlänge von mindestens 60 cm an. Eine Beckenlänge unter 80 cm ist für Dornaugen aber nicht empfehlenswert.
    Temperatur
    Temperatur: ca. 24° - 29°C bei einem pH-Wert von: 5,5 - 7,0
    Haltung
    Das Becken sollte gut strukturiert sein, einen sandigen oder feinkiesigen Untergrund aufweisen.
    Er sollte eine Mulmschicht und eine dichte Bepflanzung besitzen. Das Becken sollte mit Schwimmpflanzen beschattet sein.
    Außerdem sollten Höhlen, Wurzeln, Röhren oder ähnliche Versteckmöglichkeiten vorhanden sein. Dieser Fisch gräbt sich oft bis auf den Kopf komplett in den Bodengrund ein.
    Das Gefleckte Dornauge verlässt manchmal das Wasser und sitzt dann z.B. auf Schwimmpflanzen.
    Es kann auch aus dem Wasser springen - daher das Becken gut abdecken und mögliche Schlupflöcher gut verschließen.

    Das Gefleckte Dornauge ist ein friedlicher Fisch, der problemlos mit anderen (ebenfalls friedlichen) Fischen vergesellschaftet werden kann.
    Dornaugen sollten in Gruppen von mindestens 10 Tieren gehalten werden.
    Besonderes
    Diese schlangenartigen quirligen Dornaugen sind allgemein nur unter dem Oberbegriff Dornauge bekannt, wer sie eine Zeit lang beobachten kann, wird sich sofort in sie verlieben.
    Diese ruhigen Fische sind ausgezeichnete Putzer, die erst in der Dämmerung aktiv werden, und jeden Winkel des Aquariums nach Fressbaren durchsuchen.
    Wenn man einen Bodenfilter verwendet, sollte man Vorsicht walten lassen, da sich die Tiere gerne mal eingraben und so in den Filter gesaugt werden können.
    Da einzelne Tiere schnell schüchtern werden und sich nicht mehr im offenen Wasser blicken lassen, sollte man immer mehrere Exemplare halten.
    Mit anderen friedlichen Arten haben die Fische keinerlei Probleme, so dass sie sich gut zur Vergesellschaftung eignen.
    So lange das Wasser weich und leicht sauer ist, macht diese Art kaum Probleme.
    Am wohlsten fühlen sie sich jedoch in einem dichtbepflanzten Aquarium, dass nicht zu stark beleuchtet ist.

    Sie sind gar nicht schreckhaft oder scheu, eher schüchtern - besonders am späten Nachmittag bis gegen Abend sind sie sehr aktiv und lassen sich häufig beobachten, wenn sie nach Futterresten suchen.
    Zur Fütterungszeit sind sie oft zu spät dran, aber da sie ohnehin nicht viel Futter benötigen, werden sie kaum verhungern, denn normalerweise bleibt an den für andere Fische unzugänglichen Stellen so viel Futter hängen, dass es für die Dornaugen allemal reicht.

    Dornaugen Unterscheidungsmerkmale:
    Pangio kuhlii:
    - Unterseite gelblich bis leicht rosa gefärbt, mit bis zu 20 relativ schmalen dunkelbraunen oder schwarzen Querstreifen, die fast bis auf die Bauchunterseite reichen, die ersten 3 Bänder verlaufen über den Kopf

    Pangio kuhlii sumatranus:
    - lebt endemisch auf Sumatra und hat nur 12 - 15 Querbinden, die breiter sind und nach unten zur Bauchseite hin keilförmig enden und die Bauchseite nicht erreichen
    - häufig sieht man auf einigen dieser dunkelbraunen bis schwarzen Querbinden einen kleinen hellen Streifen oder Binnenmuster
    - die Färbung reicht von einem rotgoldenen Ton in der Rückenpartie, die Flanken sind lachsrosa gefärbt und die Bauchseite ist hellgelb beim Weibchen eher weißlich bis gelb

    Pangio kuhlii malayanus:
    - lebt endemisch in den malaiischen Bundesstaaten Johor und Pahang im Süden der Malaiischen Halbinsel
    - besitzt nur 14 kurze und keilförmige Querbinden, die meist nicht einmal bis zur Seitenmitte reichen
    - nur die Binden vor dem Ansatz der Schwanzflosse und die 3 Kopfbinden reichen bis zur Bauchunterseite

    Pangio kuhlii (Fundorte in Vietnam)
    - diese Form hat meistens 3 Kopfbinden
    - ansonsten nur wenige unregelmäßige Querbinden, oft auch nur längliche gelbliche Flecken an den Flanken

    Zucht
    Dornaugen sind Freilaicher, die ihre blaugrünen Eier direkt ins Wasser abgeben, wobei die Eier an Steinen, oder an den Blättern von Wasserpflanzen abgestreift werden, wo sie dann haften bleiben.
    Pro Laichgang können bis zu 1000 Eier abgelegt werden. Fehlen solche Ablaichmöglichkeiten, dann kann es zu einer Laichverhärtung kommen, an der das Weibchen zugrunde geht.
    Die Laichbereitschaft lässt sich stimulieren, indem die Wassertemperatur kurzfristig auf etwa 18 Grad Celsius abgesenkt und anschließend langsam wieder auf 26 bis 27 Grad Celsius erhöht wird.
    Das Männchen schwimmt dann hinter dem Weibchen her und befruchtet die Eier.
    Weibchen haben, im Gegensatz zu den Männchen, abgerundete Brustflossen.
    Die kleinen, bläulich-grünen und klebrigen Eier haften am Bodensubstrat oder an Pflanzenteilen. Die Fischlarven schlüpfen bereits nach 1-3 Tagen.

    Weitere Arten von Dornaugen:
    Pangio agma – (Burridge, 1992)
    Pangio alcoides – Kottelat & Lim, 1993
    Pangio alternans – Kottelat & Lim, 1993
    Aal-Dornauge (Pangio anguillaris) – (Vaillant, 1902)
    Pangio apoda Britz & Maclaine, 2007
    Pangio borneensis – (Boulenger, 1894)
    Pangio cuneovirgata – (Raut, 1957)
    Pangio doriae – (Perugia, 1892)
    Pangio elongata Britz & Maclaine, 2007
    Pangio filinaris – Kottelat & Lim, 1993
    Pangio fusca – (Blyth, 1860)
    Pangio goaensis – (Tilak, 1972)
    Pangio incognito – Kottelat & Lim, 1993
    Geflecktes Dornauge (Pangio kuhlii) – (Valenciennes in Cuvier & Valenciennes, 1846)
    Pangio longipinnis – (Menon, 1992)
    Pangio lumbriciformis Britz & Maclaine, 2007
    Pangio malayana – (Tweedie, 1956)
    Pangio mariarum – (Inger & Chin, 1962)
    Muränen-Dornauge (Pangio muraeniformis) – (de Beaufort, 1933)
    Pangio myersi – (Harry, 1949)
    Javadornauge (Pangio oblonga) – (Valenciennes in Cuvier & Valenciennes, 1846)
    Zimtfarbenes Dornauge (Pangio pangia) – (Hamilton, 1822)
    Pangio piperata – Kottelat & Lim, 1993
    Pangio pulla – Kottelat & Lim, 1993
    Pangio robiginosa – (Raut, 1957)
    Halbgebändertes Dornauge (Pangio semicincta) – (Fraser-Brunner, 1940)
    Borneodornauge (Pangio shelfordii) – (Popta, 1903)
    Pangio signicauda Britz & Maclaine, 2007
    Pangio superba – (Roberts, 1989)
    Haftungsausschluss
    Auf den Text unseres Lexikons, der ausschließlich der allgemeinen Information dient, wird für die Vollständigkeit und Richtigkeit keine Haftung übernommen.

    499 mal gelesen

Kommentare 1

  • Lilimaus -

    Zur Nachzucht von den meisten Pangioarten gibt es keinerlei Berichte über Zuchterfolge...
    Die Angaben zur Nachzucht von Dornaugen sind deshalb nicht auf alle Arten anwendbar. Ein Versuch kann dennoch nicht schaden...