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10. -13.05.2018 - 48. Internationale Leistungsschau der DKG 2018 in Hohenkammer

Projekt - Channa aurantimaculata

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    • Projekt - Channa aurantimaculata

      Hallo Gemeinde,

      ich würde gern in diesem thread meine (sehr neuen!) Channa aurantimaculata vorstellen, die ich nun seit Ende Dezember 2017 bei mir rumschwimmen habe. Ich werde versuchen, diesen thread entsprechend weiter zu führen, je nach dem, ob und welche Entwicklungen es bei den Fischen gibt. Ratschläge und Fachdiskussionen bzgl. der Art sind aber auch hier willkommen und gern gesehen. Ich für meinen Teil freue mich schon riesig auf die Erfahrungen mit dieser Art!
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      Eines vielleicht noch vorweg - bei diesen Fischen mangelt es mir bisher komplett an praktischer Erfahrung, weil es tatsächlich für mich eine Premiere mit diesen Tieren ist, obwohl ich die letzten 6-7 Jahre damit verbracht habe, mich so gut wie möglich auf diesen Moment vorzubereiten. Das ist aber auch der Grund, warum ich es erfahreneren Haltern dieser Art hier im Forum überlassen würde, über Channa aurantimaculata z.B. einen Lexikonbeitrag zu erstellen.
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      Jedenfalls sind meine Tiere eine DNZ aus 2017, etwa 10-12 cm lang derzeit und beim Züchter (jemand Privates aus Mönchengladbach) bisher bei etwa 20°C und nicht übermäßigem Futterangebot rumgeschwommen - die Tiere haben für ihr Alter eine ideal schlanke Körpergestalt und sind sehr schön aktiv und eigentlich nicht scheu. Nach seinen Aussagen hält er die Art so, dass die Tiere erst frühestens im dritten Jahr die 30 cm Marke knacken - also scheinbar kein Mastbetrieb, was ja sehr erfreulich ist.
      In ihrer ersten Woche bei mir mußte ich die 6 Neuankömmlinge leider gleich in einer ebenerdig stehenden PLastewanne (Grundfläche etwa 75x45 mit ca. 12-15 cm Wasserstand), mit etwas schwarzem Kies und einigen Erlenzapfen, vielen Röhrenverstecken, einem Motor-Innenfilter und einer Temperierung um 16-18°C und logischerweise während dieser Zeit ohne Futter unterbringen. Die Fische haben das problemlos überstanden und sind dann nach 7 Tagen relativ schnell in ihr diesjähriges Reich umgezogen:

      Becken
      - 120x50x50 mit ca. 40 cm Wasserstand
      - derzeit etwa 18-19 °C Wassertemperatur
      Einrichtung
      - dunkler, mittelgrober Kies
      - jede Menge Pflanzen (Schwarzwurzelfarn, Cryptocorynen, Anubias) - Dschungel
      - jede Menge Wurzeln und Stock-Werk
      - jede Menge Tonröhren und sonstige Höhlenverstecke (etwa um die 20 Verstecke)
      Technik
      - ein älterer Motor-Innenfilter von Juwel (Bioflow mit der 600er Umlaufpumpe für genügend Strömung)
      - 2x 10W LED Strahler, warmweiß
      - optional 1 Sprudelstein mit Luftmembranpumpe

      Die Fische haben bis jetzt (nach ca. 2 Wochen bei mir in Pflege) kaum etwas gefressen (es ist wohl zu kühl dafür), magern aber auch noch nicht ab. Ich versuche es trotzdem alle 2-3 Tage mit leichter Kost, sprich aufgetauten Mysis oder klein geschnittenem Garnelenfleisch - gestern haben sie sogar schon etwas danach geschnappt. Was an Futter übrig bleibt, wird i.d.R. vom größeren Gibbiceps oder den Ancistrus spp. im Becken vernascht.

      Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Freßunlust auch darin begründet ist, daß die Tiere beim Züchter ausschließlich mit Insekten gefüttert worden sind; wird sich aber zeigen und bestimmt auch vertun - sind ja keine Parachanna - Mäkeltanten ... :D

      Anbei mal noch einige Fotos vom Becken und ein kurzer Videoschwenk am zweiten Tag der Fische im neuen Becken:





      Beste Grüße
      Karsten
      Beste Grüße
      Karsten
    • Hi Karsten,

      Wurde ja auch Zeit, dass du die hier mal vorstellst.
      Mit dem Futter hatte ich anfangs auch so meine Probleme. Hat sich aber jetzt langsam eingepegelt.
      Ich persönlich hab so langsam das Gefühl, um so strukturierter ein Becken ist, desto scheuer werden die Tiere manchmal. So die richtig Handzahmen Tiere sieht man meist im Netz in recht offenen Becken.
      Wenn man mal bissel recharchiert sind 17-18°C noch völlig normale Temperaturen für die. Meine haben da genauso gefressen, wie bei 20 oder 22°C.
      Bei den ganzen Klimadiagrammen im Netz habe ich noch nichts wirklich handfestes über die tatsächlichen wassertemperaturen gefunden. Ich glaube insgeheim gehen auch die Fachleute davon aus, dass diese noch viel tiefer liegen, wenn man mal sieht, wo der Fluss her kommt.


      Erstmal gutes Gelingen dir!
      Wo hast du später das Paar geplant? In dem gleichen Becken oder bissel größer?

      Grüße Heiko
    • Hi Heiko,
      Ja, das wurde wirklich endlich mal Zeit ;) !
      Über die möglicherweise sehr viel niedrigeren, notwendigen Haltungstemperaturen, als die bisher angenommenen, hatte ich kürzlich auch schon gelesen - das wird wohl dann auch ein Objekt der Studie bei der Aufzucht der Tiere. Wahrscheinlich werde ich sie nicht viel anders als meine Channa asiatica halten (max. 21-22°C im Sommer), nur mit deutlich stärkerer Strömung und dann mal sehen was wird...

      Geplant habe ich die Beckenaufteilung aufgrund meiner Platznot (du kennst ja etwa meine Raumaufteilung) so:
      [Maße in LxTxH]
      1.) 2018
      - die 6er Gruppe Aurantis bleibt je nach Wachstum 2018 im 120x50x50 Becken
      - das Asiatica-Paar bleibt noch so lange im 150x50x45 Becken und hoffentlich mit Nachwuchs in 2018
      2.) Danach muß sich wahrscheinlich Einiges ändern, geplant ist es so für 2019:
      - ich habe noch ein 120x70x60; das kommt außerhalb des Hobbykellers in einen anderen, fensternahen Keller-Nebenraum für die dann hoffentlich noch lebenden 1.1 Asiaticas
      - das erste dann hoffentlich vorhandene, junge Paar der Aurantis bleibt im neu strukturierten 120x50x50 Becken
      - die dann noch hoffentlich übrige 4er Gruppe Aurantis zieht vorerst in das 150x50x45 Becken um -> Verkauf zum Ende 2018/Anfang 2019 (???)
      3.) Ab 2019/20 könnte es so aussehen:
      - das nun schon größere Auranti-Paar zieht in das 150x50x45 Becken
      - das Asiatica-Paar bleibt im 120x70x60 Becken
      - Wunsch-Stockliste ab dann:
      1.1 Parachanna africana
      1.1 Channa asiatica
      1.1 Channa aurantimaculata
      1.1 Channa bleheri
      1.1 Channa gachua "blue bengalen"
      1.1 Channa/Parachanna spp. (???)

      Das wäre doch der HAMMER, wenn das genau so klappt, oder!? :D :D :D
      Beste Grüße
      Karsten

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Issy ()

    • Hi,
      Ich musste erstmal googlen, was mit Glanzwürmern überhaupt gemeint ist - stimmt, die sollten auch funzen... normalerweise ist es ja bei Channa nicht wirklich ein Problem und war’s ja bei denen jetzt auch nicht :thumbsup: , zum Glück!
      Gerade eben haben sie auch wieder eine Krill-Mysis Mischung bekommen - alles gut jetzt bzgl Nahrung.
      Grüße
      Beste Grüße
      Karsten
    • Moin,
      tja - ich wollte eigentlich nur mal kurz zeigen, wie Klasse die schon mit knapp 12 cm aussehen, aber richtig - um Ausweichbecken kümmere ich mich auch grad.
      Da es ja nun bei meinen Assis vermutlich dieses Jahr nicht mehr klappen wird, werde ich also demnächst das 120er Becken (in dem sich jetzt die Aurantis befinden) neu strukturieren und mittels Siebgitterplatten (2x2 cm) in der Mitte trennen und die beiden großen Assis da hinein setzen. Da bekomme ich schonmal ein Becken wieder frei.
      Das 150er Becken werde ich dann vorsorglich im gleichen Atemzug für die Aurantis herrichten und die da rein setzen - einfach damit ich nicht irgendwann spontan gezwungen bin, diese Aktion "nebenbei nachts" durchzuziehen.
      Aggro-Fische ... jawoll ;) ! Wie Hanno letztens schon meinte - es gibt nicht die falschen Fische, sondern nur die falsche Haltung ... :idea: :geek: :lustig:
      Beste Grüße
      Karsten
    • Nee nee, keine Anspielung...ich denke einfach, Aurantis in einem "normalen" Channa-Becken unterzubringen, ist wahrscheinlich doch nicht wirklich des Rätsels Lösung (in der Wildbahn zerupfen die sich doch bestimmt auch nicht so, oder?) - mal schauen, was in den nächsten Jahren noch so dazu rausgefunden wird?
      Du wirst sehen - schwuppsdiwupps ist plötzlich allen klar, wie es richtig geht 8) :D :thumbsup:
      Beste Grüße
      Karsten
    • Naja eine mögliche Lösung praktizieren ja schon einige.
      Einzelhaltung und nur temporär zusammensetzen.
      Ansonsten muss man ja sagen, wollen viele diesen Fisch, weil er so attraktiv aussieht. Jedoch ist die Beckengröße zumeist auf das Minimum reduziert.
      So richtig weiß doch noch niemand, wir die tatsächlich in der freier Natur leben. Ähnlich den Barcas. Sind es wirklich monogame Partnerschaften, wie bei den tropischen Arten. Die Erfahrungen ergeben sich doch ausschließlich aus der Aquaristischen Haltung, soweit mir bekannt.

      Bei mir siehts ja nun leider so aus, dass ich doch 2 Böcke hab. Das ist dann eh kein Maßstab. Dafür halten die sogar recht lang in den 150x50 durch. Es muss nu aber mal bald ne Lösung her. Erstaunlicherweise wird der kleine zwar ordentlich verjagt, aber es gibt keine Flossenschäden.
    • Bist du dir jetzt sicher mit den 2 Böcken?
      Das ist echt nicht zu schön, aber eben auch nicht zu ändern - allerdings kannst du ja jetzt anfangen, dir ein Weibchen zu suchen; es gibt doch immer mal welche, wenn auch größere im Angebot (wahrscheinlich sind das immer schon Gatten-Killer)...

      Getrennte Haltung übers Jahr - das befürchte ich auch fast, oder ein Riesen-Becken muß es richten =O =O =O
      Beste Grüße
      Karsten
    • Ja, mit dem hatte ich auch mal geschrieben und er hatte gute Infos zu der Art, die er wohl größtenteils selbst gesammelt hat - ich schaue mal, ob ich die e-mail-Kommunikation noch finde... (channaaurantimaculata.de -> ???)



      Also vielleicht mal generell eine Überlegung, die mir seit einiger Zeit so durch den Kopf geht:
      Die Ansprüche von Channa-Haltern im (vor allem) deutschsprachigen Raum sind schon relativ hoch bzgl. der Unterbringung ihrer Tiere - das ist gut für die Fische und auch erfreulich, weil man eben so Verhaltensspektren erfahren kann, die vor einigen Jahren noch völlig unbekannt waren. Ich meine hier also vor allem den Anspruch, immer nach Möglichkeit eine Paarhaltung anzustreben und über Jahre hinweg zu realisieren / auch wenn das evtl. im natürlichen Lebensraum gar nicht der Fall ist für einige Channa spp. . Es ist mittlerweile sogar (gefühlt) so, daß man automatisch immer davon ausgeht, ein Paar der jeweiligen Art stabil zusammen in einem Becken zu halten - ist bei mir selbst ja eigentlich auch nicht anders.

      In vielen anderen Ländern hingegen - man sieht das ja auch häufig bei bekannten tube Plattformen - werden die Tiere einzeln (manchmal leider auch unter offensichtlich miserablen Bedingungen, davon rede ich jetzt aber nicht!) oder sogar in Gesellschaft anderer Arten gehalten, ohne dass die Fische in vielen Fällen offensichtlich leiden. Sie können sich dann halt nicht fortpflanzen, aber auch bei sehr vielen andern AQ-Fischarten ist das so und trotzdem geht da auch kein Sturm der Entrüstung von anderen Aquarianern los.

      Was ich damit sagen will ist, vielleicht sollte die paarweise Dauerhaltung bei einigen größeren, subtropischen Channa-Arten gar nicht das Ziel sein, weil das u.U. gar nicht der Natur dieser Fische entspricht? Vielleicht ist das, was man bei solcher Unterbringung eigentlich immer irgendwann innerhalb von 2-4 Jahren schon erwartet, nämlich daß ein Partner durch den anderen getötet wird, gar nicht nötig?
      Die Vorteile liegen dann klar auf der Hand - keine Riesen-Becken mehr, weil Einzel-Channa platzmäßig auch sehr gut in kleineren Becken klarkommen, oder geteilte Becken mit Filterschwamm oder Plastegittern. Nur noch ein Paarungs-/Aufzuchtbecken, das etwas größer ist ... bei Preisen von 80-120€/Fisch wäre das doch eine Überlegung wert, oder?

      Was meint ihr dazu, speziell was Channa aurantimaculata angeht
      Beste Grüße
      Karsten

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Issy ()

    • Moin,
      also ich bleibe immer noch der Meinung das bei den Aurantis ein doch dicht bewachsenes Becken so sein
      Abhilfe in Sachen Argo behilft!

      Ein paar Röhren ,Unterstände und gute Pflanzung , nicht zu grelles Licht passt da gut!
      Ich kann aus meiner Erfahrung raus sagen das sich in der Jungfischgruppe und jetzt bei dem Paar keine Aggressivitäten zeigen noch gezeigt haben!
      Lediglich das sehr große Weib ,was sich von Anfang an auf die doppelte Länge der anderen Fische entwickelt hat und nätürlich
      Ihren Platz ein gefordert hat!
      Sie verjagte die anderen ,aber Sie verletzte diese nicht!


      Ich habe Becken gesehen wo Halter dann gesagt haben das das Paar friedlich miteinander lebte!
      Aber dann war einer über Nacht nicht mehr am Leben.....
      Mir völlig klar nach dem ich in ein Becken sah "Wie Flasche leer " :motz: :lustig:
      Im Becken etwas Sand, ein Stein ,Keine Pflanzen ,Keine Röhren oder Verstecke !
      Deckung von Oben Fehlanzeige!
      Aber dafür ein Licht wie es für Malawis verwendet wird oder wo sich Menschen zum Sonnen drunter legen! :thumbdown:

      Die konnten sich ja gar nicht aus dem Weg gehen ,die haben sich 24h7T immer gesehen !
      Da kommte auch ein Raubfisch nicht zur Ruhe und ich denke der eine hat sich dann Luft gemacht und das Problem auf seine Weise
      gelöst!

      Ich werde mein Model so weiter fahren ,bis sich andere Erkenntnis auftun oder mir das gegenteil erbracht wird!
      Wenn sich was tut erfahrt Ihr es zuerst...
      LG Maik

      PS:Heiko bitte keine Anspielung ! :pfeif: Ja,ist großer Mist wenn es dann wirklich so ist!
      Habe meine 4er Gruppe Darios hysginon ,gekauft als zwei Paare, nun zusammen in ein anderes Becken gesetzt !
      Jetzt stellt sich raus das ich 3 Böcke habe ! :motz:
      Die können sich auch gut als unterdrückte Männer als Weib tarnen.......
      Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :pfeif: