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Vorherige Beiträge 33

  • Erst durch Euch hier bin ich auf die Hülle und Verschiedenheit der Channa und Parachanna gekommen. Wusste vorher überhaupt nix. Im Zoo sind das immer die "großen" Fische in den Aquarien. Die Kinder finden das toll. Ich hingegen bleib immer an den kleinen Becken hängen. Finde es interessanter Fische zu suchen.

    Ich nehm trotzdem gern mal an einer Führung in die heimischen Channawelten teil.
    Und klein heißt bei mir bis 3cm :zodiak: nicht 3dm :get a big fish: :lustig:

    VG
    Mirko
  • ...es gibt auch kleine Channa-Arten ;) .

    Ich weiß, wir haben ja schon darüber gesprochen...

    In Zoos sind Channa meist (zu) gut gefüttert und betteln auch nicht an der Besucherscheibe (was einen Großteil ihrer AQ-Aktivität ausmacht), weil sie diesen Ort im Zoo-AQ ja auch nicht mit der Fütterung assoziieren. Allerdings habe ich noch nie einen Channa/Parachanna bewußt außerhalb privater Pflege gesehen...
  • Guten Morgen,
    die Fische haben sich scheinbar ganz gut im neuen Becken eingelebt und ihre Reviere abgesteckt - das ist wohl immer das "Problem" bei dieser Art, daß sie in diesem Alter dazu neigen, sehr territorial zu sein. Allerdings konnte ich noch keine wirklich schlimmeren Verletzungen bis jetzt feststellen. Natürlich, aufgrund der etwas höheren Temperaturen, haben sie deutlich mehr Hunger, als noch vor ein paar Wochen. Anbei mal der Video-Beweis ;) :




    Die Beleuchtung läßt die Farben der Fische, wenn man live davor steht, sehr gut kommen - macht es aber leider schwierig, wenn man fotografieren oder filmen möchte. Ich werde nochmal an den Beleuchtungseinstellung arbeiten, um das etwas besser zu machen.
  • Hi,
    Am Wochenende war’s soweit - ich habe meine 6er Gruppe in das nun ehemalige 150er Asiatica Becken eingesetzt. Viele viele Pflanzen, Röhren, Wurzeln und Steine helfen bei etwa 18 grad dabei, dass sich die Kleinen erstmal gut und aggressionsfrei eingelebt haben:


    Grüße
  • Ja Mike. Wahrscheinlich durch die Gesellschaft hat sich der Paarungstrieb ein wenig unterdrückt und diese Gruppenhaltung ermöglicht.
    Seitdem meine Leos da raus sind, sind die beiden Aurantis auch deutlich aktiver untereinander. Und die Aggressionen nehmen zu.
    Ich kann vom Aussehen her auch wenig sagen.
    Ich vermute aber halt auch durch das ständige Verjagen des größern gegenüber dem kleineren, dass es doch zwei Böcke sind. Es muss ja nen Grund haben, das der kleine so nachhängt. Ursprünglich kommen sie aus einem Wurf. Da ist die Vermutung naheliegend das es ein unterdrückter Bock ist. Er hat auch noch die typisch flachere Kopfform von Jungtieren im Vergleich zum Größeren, der schon den typisch breiten bulligen Kopf der adulten Formen hat.
    Beide haben einen sehr ausgeprägten blauen Flossensaum auf der Rückenflosse.

    Deine Tiete sahen echt toll aus und das Becken find ich super. Nal keine grüne Pflanzenhölle und es funktioniert auch. Die sehen nicht irgendwie verschreckt aus.

    Danke für den Beitrag!!!!

    Grüße Heiko
  • Channa aurantimaculata

    mike2

    Hallo zusammen,

    heute möchte ich hier mal ein paar von meinen Erfahrungen mit Channa aurantimaculata berichten.
    Vorab schon mal eine Entschuldigung für die wenigen Fotos, die ich auf die Schnelle nur gefunden habe. Die besten davon wurden von Freunden gemacht. Ich schaue später nochmal, ob ich bei meinen vielen CD`s noch weitere finde.
    Zunächst hatte ich das letzte vorhandene Einzeltier als "Hungerharke" in einem Aquarienladen in Brandenburg erlöst/gekauft. Dann suchte ich weitere und hatte Glück im Internet, da die Tiere damals sehr selten waren.
    5 Tiere von ca. 15cm habe ich mir Ende der 2000er Jahre per Paketdienst mit über Nacht Zustellung problemlos zusenden lassen. Es sollten Wildfänge sein.
    Zunächst bezogen alle 6 Tiere ein Aquaruim von 150x100x75cm.

    Eingerichtet mit Sandboden, vielen Wurzeln und wenigen Korkröhren. Gefiltert über 2 Juwel Jumbo Innenfilter, stabile Abdeckung, schwache Neonbeleuchtung.
    Mitbewohner waren ständig Dornwelse, die Futterreste gut zu beseitigen verstehen. Wie auf dem einen Foto zu sehen, konnten zwischenzeitlich sogar Tilapia buttikoferi dort mit groß gezogen werden, die jedoch dann für das Becken zu groß wurden und umziehen mussten.

    Streitereien und Verletzungen gab es weder bei den Buntbarschen noch bei den Welsen oder Channa. Gelegentlich bei den Channa untereinander ein zaghaftes Drohen, wonach jedoch immer ein Tier abdrehte und weiter schwamm. Gern lagen auch zwei Channa auf einer Wurzel zusammen, wie auf einem Aussichtspunkt.

    Bei dieser Beckengröße und 23-27 Grad Celsius wuchsen die Tiere auf ca. 40cm heran.
    Danach kamen sie in ein Artenbecken, das sie nur für sich hatten. Es hatte die Maße 2,65x55x65cm. Es wurde in einem ruhigen Kellerraum aufgestellt, dort konnten auch im Winter die Temperaturen auf unter 20 Grad absinken. Die Temperatursenkung hatte jedoch Futterverweigerung, Bewegungsunlust und trübe Augen zufolge. Paarungen waren nach der Winterruhe nicht zu beobachten. In den nächsten Jahren wuchsen sie nur noch wenige cm, sprich nicht über 50cm.
    Ob Tiere beider Geschlechter dabei waren könnt ihr selbst auf den Fotos sehen, ich habe lange gerätselt, hohe und flachere Rückenflossen erkennen wollen, breitere und schmalere Köpfe sehen wollen, Größenunterschiede heranziehen wollen, und Anschwimmen bzw. Drohgebärden interpretieren wollen, letztendlich war es mir trotzdem nicht möglich Geschlechter zu unterscheiden.


    COPYRIGHT by Ville Kivisalmi

    Nach mehreren Jahren der Pflege habe ich verzweifelt den Zuchtversuch aufgegeben und alle 6 Tiere in gutem Gesundheitszustand und unverletzt an einen anderen Channafreund verkauft.
    Als Fazit ist eine friedliche Gemeinschaftshaltung über mehr als 4 Jahre durchaus möglich, geschlechtsreif waren sie allemal.
    Der neue Besitzer berichtete mir auch von einer baldigen Nachzucht, er hatte zwei Tiere erfolgreich separiert. Da war ich wohl beim Verkauf zu ungeduldig...

    MFG
    Mike